Verwandtschaftsrechner: Wie sind wir verwandt?
Wähle, wie weit der gemeinsame Vorfahr von dir und von der anderen Person entfernt ist. Der Rechner nennt die Bezeichnung, den Verwandtschaftsgrad nach § 1589 BGB und den zu erwartenden Anteil gemeinsamer DNA.
Die andere Person ist für dich
Cousin/Cousine 2. Grades
Auch üblich: Großcousin/Großcousine
- Verwandtschaftsgrad (§ 1589 BGB)
- 6. Grad in der Seitenlinie
- Gemeinsame DNA (Erwartungswert)
- ≈ 3,13 %
- Umgekehrt bist du für sie:
- Cousin/Cousine 2. Grades
Durchschnitt aus der Vererbungsregel. Echte Werte schwanken, bei entfernten Cousins stark.
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So funktioniert der Rechner
Jede Blutsverwandtschaft führt auf einen gemeinsamen Vorfahren zurück. Zähle die Generationen von dir bis zu diesem Vorfahren und von der anderen Person bis zu ihm, mehr braucht es nicht. Deine Cousine und du habt dieselben Großeltern: Für dich liegen sie zwei Generationen zurück, für sie ebenfalls. Bist du selbst der Vorfahr der anderen Person oder sie deiner, seid ihr in gerader Linie verwandt, zum Beispiel als Enkel und Großmutter.
Meist ist der gemeinsame Vorfahr ein Paar, also Großvater und Großmutter. Hatte ein Vorfahr Kinder mit zwei Partnern, stammt ihr nur von einer Person gemeinsam ab. Dann setze das Häkchen bei Halb-Verwandtschaft. Am Grad ändert das nichts, am DNA-Anteil schon: Er halbiert sich.
Cousin 2. Grades, Großcousin, einmal entfernt
Cousins 1. Grades haben gemeinsame Großeltern, Cousins 2. Grades gemeinsame Urgroßeltern, Cousins 3. Grades gemeinsame Ururgroßeltern. So zählt man im Deutschen üblicherweise, und für die 2. Stufe hört man auch Großcousin. Ältere Wörter sind Vetter für den Cousin und Base für die Cousine.
Ehrlich gesagt uneinheitlich wird es, wenn zwei Verwandte nicht in derselben Generation stehen, etwa beim Cousin deiner Mutter. Umgangssprachlich heißt er meist Onkel 2. Grades, sein Kind ist umgekehrt dein Neffe 2. Grades. Viele Ahnenforscher übernehmen dagegen die englische Systematik: Cousin 1. Grades, einmal entfernt. „Einmal entfernt“ heißt eine Generation Unterschied. Der Rechner zeigt diese eindeutige Form zuerst und die umgangssprachliche darunter. Manche nennen auch das Kind ihres Cousins „Cousin 2. Grades“. Das ist verbreitet, aber missverständlich, weil derselbe Begriff schon für gemeinsame Urgroßeltern steht.
Die häufigsten Verwandtschaften
Generationen bis zum gemeinsamen Vorfahren von dir und von der anderen Person, die Bezeichnung, der gesetzliche Grad und der Erwartungswert gemeinsamer DNA.
| Verwandtschaft | Generationen (du / andere) | Grad | DNA (Erwartung) |
|---|---|---|---|
| Elternteil | 1 / 0 | 1. Grad in gerader Linie | 50 % |
| Großelternteil | 2 / 0 | 2. Grad in gerader Linie | 25 % |
| Urgroßelternteil | 3 / 0 | 3. Grad in gerader Linie | 12,5 % |
| Geschwister | 1 / 1 | 2. Grad in der Seitenlinie | 50 % |
| Halbgeschwister | 1 / 1 | 2. Grad in der Seitenlinie | 25 % |
| Onkel/Tante | 2 / 1 | 3. Grad in der Seitenlinie | 25 % |
| Neffe/Nichte | 1 / 2 | 3. Grad in der Seitenlinie | 25 % |
| Großonkel/Großtante | 3 / 1 | 4. Grad in der Seitenlinie | 12,5 % |
| Cousin/Cousine 1. Grades | 2 / 2 | 4. Grad in der Seitenlinie | 12,5 % |
| Cousin/Cousine 1. Grades, einmal entfernt | 3 / 2 | 5. Grad in der Seitenlinie | 6,25 % |
| Cousin/Cousine 2. Grades | 3 / 3 | 6. Grad in der Seitenlinie | 3,13 % |
| Cousin/Cousine 3. Grades | 4 / 4 | 8. Grad in der Seitenlinie | 0,781 % |
Verwandtschaftsgrad nach § 1589 BGB
Das Gesetz kennt keine Cousins, sondern Linien und Grade. In gerader Linie verwandt ist, wer vom anderen abstammt; in der Seitenlinie, wer nicht voneinander, aber vom selben Dritten abstammt. Der Grad richtet sich nach der Zahl der Geburten, die die beiden verbinden. Eltern und Kind sind im 1. Grad verwandt, Großeltern und Enkel im 2. Grad, Geschwister ebenfalls im 2. Grad (Halbgeschwister auch), Onkel und Neffe im 3., Cousins 1. Grades im 4. Grad.
Der „Grad“ beim Cousin und der Grad im Gesetz sind also zwei verschiedene Zählungen. Gebraucht wird der gesetzliche Grad zum Beispiel beim Zeugnisverweigerungsrecht (§ 52 StPO: Seitenlinie bis zum 3. Grad) und beim Eheverbot (§ 1307 BGB: gerade Linie sowie voll- und halbbürtige Geschwister). Verschwägerte wie Schwiegereltern oder Schwager berechnet der Rechner nicht. Er ersetzt keine Rechtsberatung.
Gemeinsame DNA: Erwartungswert, keine Garantie
Jedes Kind erbt die Hälfte seiner autosomalen DNA von jedem Elternteil. Welche Abschnitte das sind, entscheidet der Zufall. Bei Eltern und Kind sind es deshalb ziemlich genau 50 %, bei Geschwistern sind 50 % nur der Durchschnitt. Über ein gemeinsames Vorfahrenpaar gilt 2 × (1/2) hoch (Generationen von dir + Generationen der anderen Person), über nur einen Vorfahren die Hälfte davon: Cousins 1. Grades 12,5 %, Cousins 2. Grades rund 3,1 %.
Je entfernter die Verwandtschaft, desto stärker weichen echte Testergebnisse ab. Ab etwa Cousins 3. Grades kommt es vor, dass ein DNA-Test gar keine gemeinsamen Abschnitte findet. Mehrfache Verwandtschaft erhöht den Anteil: Heiraten zwei Brüder zwei Schwestern, teilen ihre Kinder als Doppelcousins im Mittel 25 %. Der Rechner geht von einer einfachen Verwandtschaft aus.
Häufige Fragen
Was ist ein Cousin 2. Grades?
Ein Cousin 2. Grades hat mit dir dieselben Urgroßeltern: Eure Eltern sind Cousins 1. Grades. Man sagt dafür auch Großcousin.
Ist der Sohn meines Cousins mein Neffe?
Nicht im engeren Sinn. Systematisch ist er dein Cousin 1. Grades, einmal entfernt; umgangssprachlich sagen viele Neffe 2. Grades.
Wie viel DNA teilen Halbgeschwister?
Im Mittel 25 %, halb so viel wie Vollgeschwister, weil nur ein Elternteil gemeinsam ist. Der tatsächliche Wert schwankt um diesen Durchschnitt.
In welchem Grad bin ich mit meinem Onkel verwandt?
Im 3. Grad der Seitenlinie: eine Geburt von dir hinauf zu deinem Elternteil, eine weitere zu den Großeltern, eine hinab zum Onkel.
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