Was ist eine GEDCOM-Datei?
Das Dateiformat, das jedes Genealogie-Programm lesen kann: was drinsteht, wie du die Datei öffnest und wie daraus ein gedruckter Stammbaum wird.
GEDCOM in einem Absatz
GEDCOM steht für GEnealogical Data COMmunication. Es ist ein reines Textformat, meist mit der Endung .ged, das die Personen eines Stammbaums, ihre Lebensereignisse und die Beziehungen zwischen ihnen speichert. Veröffentlicht wurde es 1984 von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (heute FamilySearch), damit Forscher ihre Arbeit zwischen Programmen austauschen können. Bis heute tauschen Genealogie-Programme ihre Daten über GEDCOM aus. Ancestry, MyHeritage, FamilySearch, Family Tree Maker, RootsMagic, Legacy, Gramps, Ahnenblatt und MacFamilyTree exportieren es, ebenso fast alle anderen Programme.
Was in der Datei steht
Öffnest du eine .ged-Datei im Texteditor, siehst du nummerierte Zeilen: Ebene 0 beginnt einen Datensatz (INDI für eine Person, FAM für eine Familie), tiefere Ebenen enthalten die Details. Ein Personendatensatz trägt den Namen (NAME, meist als „Vorname /Nachname/“), das Geschlecht und Ereignisse wie Geburt (BIRT), Taufe, Heirat (MARR, im Familiendatensatz), Tod (DEAT) und Bestattung, jeweils mit Datum und Ort. Familiendatensätze verknüpfen Mann, Frau und Kinder über ihre IDs. Aus diesen Verknüpfungen baut das nächste Programm den Baum wieder zusammen.
- Namen samt Geburtsnamen, Rufnamen und Titeln
- Daten: exakt, ungefähr („ABT 1890“) oder als Zeitraum („BET 1890 AND 1895“)
- Orte als Freitext, oft vom Dorf bis zum Land
- Beziehungen: Eltern, Partner, Kinder, Adoptionen
- Notizen und Quellenangaben, sofern das Programm sie exportiert
Was meist nicht drinsteht
Fotos und Dokumente werden per Dateiname oder URL referenziert, aber nicht eingebettet. Die Bilder selbst sind deshalb selten im Export enthalten. DNA-Ergebnisse, Datensatz-Hinweise und die Recherche-Werkzeuge der Plattformen sind proprietär und nie Teil der Datei. Deshalb ist ein GEDCOM-Export mit ein paar hundert Personen nur 100 KB bis 1 MB groß. Für einen Druckdienst ist das praktisch und datensparsam, denn die Datei enthält kaum mehr als das, was das Poster braucht.
Versionen: 5.5.1 und 7
GEDCOM 5.5.1 (1999, final 2019) ist die Version, die praktisch jedes Programm schreibt und liest; fragt ein Export-Dialog danach, wähle sie. GEDCOM 7.0 erschien 2021 und wird von FamilySearch und einigen neueren Programmen geschrieben (MacFamilyTree, Ancestris, RootsMagic 9+); es ist klarer aufgebaut, wird aber noch nicht von jedem anderen Programm unterstützt. Im Alltag zählt die Zeichenkodierung mehr als die Versionsnummer: UTF-8 hält Umlaute, Akzente und ß intakt, ANSEL ist die ältere Genealogie-Kodierung, und schlichtes ANSI/Windows-1252 kann Sonderzeichen zerstören. RootsOnPrint liest GEDCOM 5.5 und 5.5.1 in UTF-8, ANSEL und ANSI sowie GEDCOM 7.0.
GEDCOM-Datei öffnen
Jedes Genealogie-Programm öffnet .ged-Dateien über Datei › Importieren oder Datei › Öffnen: Gramps (kostenlos, Windows/macOS/Linux), RootsMagic Essentials (kostenlos), Ancestris (kostenlos, Open Source), Ahnenblatt (kostenlos, Windows) oder die Online-Plattformen (Ancestry, MyHeritage und FamilySearch importieren GEDCOM in einen neuen Baum). Für einen schnellen Blick genügt auch ein Texteditor; die Datei ist lesbar, nur nicht übersichtlich. Wenn du nur ein Poster willst, musst du sie gar nicht öffnen. Lade sie bei RootsOnPrint hoch, und die Live-Vorschau zeigt den Baum nach wenigen Sekunden.
Von der GEDCOM-Datei zum gedruckten Stammbaum
Exportiere die Datei aus deinem Programm (unsere Schritt-für-Schritt-Anleitungen decken jede Plattform ab), lade sie hoch, wähle Stammperson und Anzahl der Generationen, dann Vorlage und Format, prüfe die Vorschau und bestelle. Die Datei wird 24 Stunden nach dem Upload von unseren Servern gelöscht; nur das gerenderte Poster geht an den Druckpartner. Die Lieferung dauert innerhalb Deutschlands 3–5 Werktage ab Zahlung, Druck inklusive.
Export-Anleitungen je Programm
Schritt-für-Schritt-Anleitungen für den GEDCOM-Export aus Ancestry, MyHeritage, FamilySearch, Family Tree Maker, RootsMagic, Legacy, MacFamilyTree, Ahnenblatt, Gramps und anderen Programmen.
Alle Export-AnleitungenHäufig gestellte Fragen
Ist eine GEDCOM-Datei dasselbe wie mein Baum bei Ancestry oder MyHeritage?
Sie ist ein Abbild davon. Die Plattformen speichern zusätzliche Daten (Hinweise, DNA-Treffer, Medien), die nicht zum Standard gehören. Der GEDCOM-Export enthält den genealogischen Kern: Personen, Ereignisse, Beziehungen, Notizen und Quellen.
Welches Programm schreibt das beste GEDCOM?
Fürs Drucken ist das fast egal: Jedes aktuelle Programm schreibt gültiges 5.5.1. Wähle UTF-8, wenn du gefragt wirst, und exportiere „alle Personen“ statt einer gefilterten Auswahl, damit du die Stammperson später frei wählen kannst.
Wie groß ist eine GEDCOM-Datei?
Ein paar hundert Personen ergeben 100 KB bis 1 MB. Dateien über 10 MB enthalten meist eingebettete Medien oder sehr lange Notizen. Exportierst du ohne Medien, wird die Datei deutlich kleiner. Das Upload-Limit bei RootsOnPrint liegt bei 10 MB.
Liest RootsOnPrint GEDCOM 7?
Ja. RootsOnPrint liest GEDCOM 7.0 ebenso wie 5.5 und 5.5.1, du kannst die .ged-Datei also direkt hochladen. Nur GedZip-Archive (.gdz) werden nicht angenommen; exportiere stattdessen die einfache .ged-Datei.
Was passiert nach dem Upload mit meiner Datei?
Sie wird auf Servern in Deutschland ausgelesen, für Vorschau und Poster gerendert und nach 24 Stunden automatisch gelöscht. Wir verwenden sie für nichts anderes, und an den Druckpartner geht nur, was auf dem Poster steht.
GEDCOM-Datei bereit?
Lade sie hoch und sieh deinen Stammbaum nach wenigen Sekunden als Poster. Die Vorschau ist kostenlos, bezahlt wird erst bei der Bestellung.
